Praytime Ostermontag

von Katja Mönch

Jesus sagt zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Er wird ewig leben, weil er an mich geglaubt hat und niemals sterben. Glaubst Du das, Maria?“              Johannes 11,25

Glaubst Du das? Kann ich diese österliche Botschaft wirklich annehmen?

Im Januar hat mich der Vers während der Beerdigung meiner Oma begleitet, die sich diesen Vers bereits vor Jahrzehnten für diesen Gottesdienst ausgesucht hatte.

Dieses Jahr an Ostern denke ich ganz neu über diese Zeilen nach. Glaube ich an die Auferstehung? Glaube ich an die Vergebung meiner Sünden? Macht mich dies bereit auch anderen zu vergeben? Mache ich mich immer wieder neu bereit, Vergebung von Gott anzunehmen und Dinge an seinem Kreuz abzulegen?

Besonders angesprochen hat mich in der letzten Woche eine Predigt über das Thema Versöhnung und Vergebung. Daher möchte ich mit dieser Praytime bewusst ermutigen, um Versöhnung und Vergebung zu beten.

Wo ist Unfrieden in Deinem Herzen?
Wo fehlt Frieden in Deiner Familie und in Deinem Umfeld?

Vielleicht hilft es Dir, dies auch auf einen Zettel zu schreiben und danach bewusst am Kreuz abzulegen oder den Zettel zu zerknüllen, als Zeichen dafür, dass Jesus dafür am Kreuz gestorben ist und wir dadurch versöhnt mit Gott leben dürfen.

Wir bitten Gott:

  • Um Versöhnung in Familien, unter Freunden, unter Arbeitskollegen, unter Nachbarn.
  • Dass er mein Herz bereit macht, Menschen, die mich verletzt haben zu vergeben.
  • Küss mein Herz gesund, mach Du heil, was zerbrochen ist.
  • Um Frieden, in Ländern, in denen Krieg herrscht und im Umgang mit Ungerechtigkeiten.

Hier noch ein Lied, das mir dazu in den Sinn gekommen ist:

WIE EIN FEST NACH LANGER TRAUER SONGTEXT

Wie ein Fest nach langer Trauer,
wie ein Feuer in der Nacht.
Ein off’nes Tor in einer Mauer,
Für die Sonne auf gemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen,
Wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen
Ein-ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih’n. 2x

Wie ein Regen in der Wüste,
Frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für vermisste,
Alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis,
Wie in Seenot – Land in Sicht.
Wie ein Weg aus der Bedrängnis
Wie ein strahlendes Gesicht.

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih’n. 2x

Wie ein Wort von toten Lippen,
Wie ein Blick der Hoffung weckt.
Wie ein Licht auf steilen Klippen,
Wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, wie der der Morgen,
Wie ein Lied wie ein Gedicht.
Wie das Leben, wie die Liebe,
Wie Gott selbst das wahre Licht

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih’n. 2x

Beitrag veröffentlicht am: 13.04.2020