Praytime 18

von Monika Kümmerer

Auch heute Abend sind wir wieder eingeladen miteinander zu beten.

Wer das möchte, kann zu Beginn dieser Zeit in der Gegenwart Gottes wieder als

Zeichen seiner Nähe eine Kerze anzünden…,

und dann zunächst ein paar Augenblicke in Ruhe aus- und einatmen….;

wir befinden uns nach dem Kirchenjahr gerade in der Pfingstzeit,

dem Fest, an dem wir den Geist Gottes in der Kirche, in unserem Leben

und in dieser Welt feiern.

Wo haben wir ihn in den letzten Tagen in besonderer Weise erlebt, gespürt?

Wo haben wir ihn schmerzlich vermisst?

In einer Sequenz von Stephen Langton (1150 – 1228) finden sich viele Anregungen

ins Gebet zu kommen, in Bitte, Fürbitte, in der Anbetung.

Ich lade euch ein, euch nun von diesem Gebet und dem Geist Gottes in dieser Gebetszeit leiten zu lassen:

Ref: O komm herab, du heiliger Geist, der finstre Nacht zerreißt,

strahle Licht in diese Welt, komm, der jedes Herz erhellt.

  1. Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.
  2. Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not,
  3. in der Unrast schenkst du Ruh´, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.
  4. Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring´bis auf der Seele Grund.
  5. Ohne dein lebendig Weh`n, kann im Menschen nicht´s besteh`n, kann nicht´s heil sein noch gesund.
  6. Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.
  7. Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
  8. Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
  9. Lass es in der Zeit besteh’n, deines Heils Vollendung seh’n und der Freuden Ewigkeit.

Abschlußgebet:

Abend ward, bald kommt die Nacht, schlafen geht die Welt,

denn sie weiß, es ist die Wacht, über ihr bestellt.

Einer wacht und trägt allein, unsere Müh und Plag,

er läßt keinen einsam sein,weder Nacht noch Tag.

Jesus Christ, mein Hort und Halt, dein gedenk ich nun,

tu mit Bitten dir Gewalt, bleib bei meinem Ruhn.

Wenn dein Aug ob meinem wacht, wenn dein Trost mir frommt,

weiß ich dass auf gute Nacht, guten Morgen kommt!

Amen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.